Kosmetiktipps

 

Zur Herstellung von Kosmetik benötigen Sie eine Grundausstattung an Zubehör und ein Grundwissen über die notwendigen Arbeitsschritte.

Grundausstattung – Zubehör:

Diese besteht aus:

 

Die Herstellung einer Creme oder Körperlotion besteht immer aus zwei Arbeitsschritten oder zwei Phasen:

1. der Fettphase
2. der Wasserphase.

Um beide Phasen miteinander zu verbinden und eine Emulsion entstehen zu lassen, ist eine Brückensubstanz notwendig. Das sind Emulgatoren. Sie haben die Funktion, eine „Wasser in Öl – oder eine Öl in Wasser – Emulsion“ herzustellen. Mit anderen Worten; sie sorgen dafür, dass sich Fett und Wasser verbinden. Denn eigentlich sind sich die beiden ja spinnefeind. Wenn sie zusammenkommen, haben sie das Bestreben, sich umgehend wieder zu trennen.
Das leichtere Fett bzw. Öl schwimmt obenauf, und es bildet sich eine klare Trennlinie. Genau das aber widerspricht unserer Absicht.
Natürlich gibt es verschiedene Emulgatoren. Die Wahl des Emulgators richtet sich danach, was man herstellen möchte, sprich – nach dem Hauttyp.

Beispiele für Emulgatoren:

 

Fettphase:

Zur Fettphase gehören alle Fette und Pflanzenöle, die Emulgatoren und, soweit im Rezept angegeben, das Vitamin E (hitzebeständiges Vitamin).

Die Bestandteile der Fettphase werden zusammen in dem großen feuerfesten Glas langsam und schonend bei kleiner Flamme auf 70 °C erhitzt (aufgeschmolzen) und kurz durchgerührt. Dann wird die Fettphase in eine Dose oder ein Glas abgefüllt. Die Fettphase hält sich bei Zimmertemperatur ohne jegliche Konservierung ca. 6 Monate und im Kühlschrank mindesten ein Jahr. Es ist von Vorteil, eine größere Menge an Fettphase herzustellen, weil sich diese größeren Mengen besser abwiegen lassen und man sich bei der nächsten Creme Zeit spart.

 

Wasserphase :

20 g Fettphase - im großen Becherglas
20 g destilliertes Wasser - im kleinen Becherglas

 

Herstellung Creme:

Fett- und Wasserphase getrennt jeweils in einem Becherglas auf 70°C erhitzen, dann das Wasser ins Fett gießen und kaltrühren.
Wichtig: Fettphase zuerst vollständig aufschmelzen, dann die heiße Wasserphase dazu geben und gut verrühren.
Bei Handwärme können Sie noch wasserlösliche Zusatz- und Wirkstoffe einarbeiten,wie Allantoin, SoFi W, usw. Paraben K – z,B. sorgt für die Konservierung. Ihre Creme hält sich dann außerhalb des Kühlschranks 6 Wochen.
Andere Substanzen wie Kollagen, Elastin, Kräuterextrakte und pflanzliche Zusatzstoffe wie z.B. Aloe-Vera; Alpha-Bisabolol, Meristem-Extrakt und D-Panthenol , sollten Sie zum Schluss in die fast fertige Creme hineinrühren. Ebenso alle ätherischen Öle. Bei hohen Temperaturen verlieren sie ihre Wirkung.

Bei einer kaltgerührten Creme brauchen Sie nur die vorgemischte Fettphase mit der Wasserphase zusammengießen. Geben Sie dann noch die übrigen wasserlösliche Zusatzstoffe und gegebenenfalls einen Konservierungsstoff hinzu und schütteln Sie kräftig alles zu einer möglichst homogenen Emulsion.

Natürlich können Sie immer auch Wirkstoffe nach Ihrem individuellen Bedarf einarbeiten.

Viel Spaß beim Rühren und Pflegen!

 

Zum Probieren – Handcreme für normale Haut, mit Aloe-Vera


 

25 g

 

Fettphase:

Tegomuls

15 g

 

Bienenwachs, gelb

5 g

 

Cetylalkohol

60 g

 

Sojaöl

Geben Sie alle Zutaten nacheinander in ein feuerfestes Becherglas und erhitzen Sie das Ganze unter vorsichtigem Rühren auf 70° C. Diese Fettphase können Sie dann in ein geeignetes Gefäß geben und aufbewahren. Für die fertige Creme benötigen Sie dann einen Teil der Fettphase.


20 g

 

Creme:

Fettphase

30 g

 

destilliertes Wasser

Fettphase und Wasser werden getrennt erhitzt, dann zusammengegeben und die zusätzlichen Wirkstoffe eingearbeitet.

8 Tropfen

 

Wirkstoffe:

Aloe-Vera 10fach

0,5 Messl.

 

D-Panthenol

1 Msp.

 

Allantoin

4 Tropfen

 

Paraben K

Duftstoffe nach Ihrer Wahl. Haltbarkeit: ca. 2 Monate